
Der Sinologe Vogelsang legt eine Geschichte der sino-japanischen Kulturbeziehungen, besonders der gegenseitigen religiösen, philosophischen und künstlerischen Einflüsse, vor. "Japan" und "China" sind Konstruktionen. Vieles, was heute als japanisch gilt, ist chinesischen Ursprungs - und umgekehrt. Rezension: Der Sinologe Vogelsang (vom Autor: "Geschichte Chinas", 2013; "Kleine Geschichte Chinas", 2015) legt mit diesem Buch eine Geschichte der sino-japanischen Kulturbeziehungen, besonders der gegenseitigen religiösen, philosophischen und künstlerischen Einflüsse, vor. Die Beziehungen sind seit jeher von Rivalität und Freundschaft geprägt gewesen. China hatte lange vor Japan eine Hochkultur entwickelt, und in Japan begann das Mittelalter erst, als es in China bereits beendet war. Es wurden neu-konfuzianische Staats- und Gesellschaftskonzepte exportiert, umgeformt und re-importiert. Eine Phase japanischer Überlegenheit führte zum Krieg Ende des 19. Jahrhunderts und zur brutalen Besetzung Chinas im Zweiten Weltkrieg. "Japan" und "China" sind Konstruktionen. Vieles, was heute als japanisch gilt, ist chinesischen Ursprungs - und umgekehrt. Ausserdem sind die Kulturbeziehungen immer von einem globalen Austausch geprägt worden. - Der Autor verzichtet auf einen enggefassten theoretischen Rahmen zugunsten eines eher beschreibend verfahrenen Ansatzes und wendet sich damit an ein breites Publikum. (2-3).
Page Count:
528
Publication Date:
2020-01-01
ISBN-10:
3520256010
ISBN-13:
9783520256010
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