
Die Erste Aufklarung (1650 bis 1800) pragte das Denken und Handeln Europas und Nordamerikas. Sie uberwand die politischen, okonomischen und religiosen Selbstverstandlichkeiten. Sie schuf jedoch unbemerkt neue, die dem Anspruch der Aufklarung auf humane Gesellschaftsstrukturen keineswegs gerecht wurden. Philosophie sichert die Berechtigung ihres Anspruchs, indem sie damals wie heute Selbstverstandlichkeiten kritisch befragt und so eine Zweite Aufklarung in Gang setzt. Da aus unserem Wissen unser Wollen und aus unserem Wollen unser Handeln erfolgt, muss der Ursprung unseres Wissens erkundet und damit die Legitimation unseres Handelns gepruft werden. Dieses Buch bedenkt die Grunde, warum die Erste Aufklarung niemals zur entsprechenden Praxis fand. Es fuhrt zur neuen Weite einer Zweiten Aufklarung, welche die Voraus-setzungen fur eine bessere Verstandigung zwischen Menschen schaffen mag. Das Anliegen der Toleranz will eine neue Basis finden und so endlich zu einer humanen Praxis der Aufklarung kommen."
Page Count:
205
Publication Date:
2015-01-01
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