
Die Reihe «Engramme» soll wichtige Positionen der kunsthistorischen Forschung vorstellen und für den aktuellen Diskurs fruchtbar machen. Die einzelnen Bände befassen sich jeweils mit einer Persönlichkeit, die innerhalb der damaligen Kunstgeschichte in ihren verschiedenen Ausprägungen, etwa auch in der Kunstkritik, eine starke Stimme hatte. Im ersten Teil des Buches befragen mehrere Aufsätze das Schaffen des Kunsthistorikers, der Kunsthistorikerin aus heutiger Perspektive, während der zweite Teil eine Auswahl von Originaltexten enthält, denen jeweils ein kurzer Kommentar der Herausgeberschaft vorangestellt ist.Gotthard Jedlicka, der bedeutende Monografien über Henri de Toulouse-Lautrec, Pieter Bruegel, Edouard Manet und Max Gubler verfasste, war nicht zuletzt dank seiner umfangreichen publizistischen Tätigkeit in der schweizerischen und ausländischen Tagespresse und in Fachzeitschriften seit Ende der 1920er Jahre eine der prägenden Figuren der Schweizer Kunstgeschichte. Die Auseinandersetzung mit dem einzelnen Kunstwerk stand für ihn im Vordergrund. Dabei vertrat er die Auffassung, dass die Betrachtung eines Kunstwerks stets den ‹ganzen Menschen› einbeziehen müsse, also nicht nur intellektuelle Kompetenz erfordere, sondern auch Gefühle, Ahnungen und Intuition.
Page Count:
444
Publication Date:
2025-01-01
ISBN-10:
3775759166
ISBN-13:
9783775759168
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