
Anhand archäologischer, bauhistorischer, kartographischer und historischer Quellen wird ein Katalog von 225 Befestigungen in sechs Typen vorgelegt. Die Beziehungen deutscher Burgen zu slawischen Anlagen werden ebenso betrachtet wie die Kontinuität mittelalterlicher Höfe zu jüngeren adligen Wohnhöfen oder dörfliche und bäuerliche Befestigungen. In der ersten Phase der Ostsiedlung spielten Burgen der Askanier und Wettiner, die von ca. 1150-1200 slawische Niederungsburgen [Typ 1] übernahmen, die Hauptrolle. In der zweiten Stufe ab 1200 entstanden Burgen mit hohem Ausbaugrad [2], häufig auf Anhöhen, die im 13. Jh. in Stein oder später Ziegel ausgebaut wurden. Kleine Befestigungen [3] finden sich nach 1200 v. a. im östlichen [Turmhügelburgen] und südöstlichen [Viereckwälle] Barnim. Der häufig erwähnte, aber selten nachweisbare Typ 4 [befestigte Höfe] ist z. B. durch repräsentative Plankenzäune und Fachwerktürme greifbar. Dorfbefestigungen [5] markierten mit Palisade, Wall und Graben den Rechtsbereich und schützen vor Raubtieren und dem Entlaufen von Nutztieren. Im Spätmittelalter entstanden Landwehren [6], [Wall-Hecken]Graben-Hecken, die Raubzüge bei Fehden behinderten.
Page Count:
134
Publication Date:
2016-01-01
ISBN-10:
3867573204
ISBN-13:
9783867573207
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