
Hans von Dohnanyi, Mitarbeiter im Amt Ausland/Abwehr, war eine zentrale Figur des militärischen Widerstands gegen Hitler (zuletzt W. Benz: ID-A 13/14). 1943 wurde er aus anderem Anlass inhaftiert und nach seiner Enttarnung am 9. April 1945 im KZ Sachsenhausen hingerichtet. In einer sorgfältig mit Einführung, Anmerkungen und Erläuterungen sowie Beiworten von Ulla Hahn und dem Sohn Klaus von Dohnanyi versehenen Edition liegen hier die Briefe und geschmuggelten Kassiber vor, die von Dohnanyi aus der Haft vorwiegend an seine Frau und seine Kinder schrieb (vgl. H.J. von Moltke: ID-A 16/13). Der Herausgeber ist Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Wegen der Zensur kommt Politisches kaum vor, doch auf berührende Weise spiegeln die Briefe die Gefühlswelt eines Häftlings, der seinen Mut nicht verliert, der sich immer wieder an den Lebenszeichen von außen, an der Liebe zu seiner Frau und seinen Kindern aufrichtet und alle Kraft darauf verwendet, seinen Glauben an die Menschen zu bewahren. Mit Abbildungsteil, Auswahlbibliografie und Personenregister. (2) (Engelbrecht Boese)
Page Count:
350
Publication Date:
2015-01-01
ISBN-10:
3421047111
ISBN-13:
9783421047113
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