
<p>Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen beeinflussen</p><p>in vielfältiger Weise nicht nur unsere körperliche,</p><p>sondern auch die psychische Gesundheit. Bei</p><p>Beschäftigten, die bei ihrer Tätigkeit hohem psychosozialem</p><p>Stress ausgesetzt sind, wird dies z.B. an erhöhten</p><p>Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen</p><p>oder auch am höheren Verordnungsvolumen</p><p>von entsprechenden Arzneimitteln sichtbar.</p><p>Insbesondere Branchen und Berufe, die hauptsächlich</p><p>mit bzw. am Menschen arbeiten, sind meist besonders</p><p>stark betroffen. Die hier gewonnenen Erkenntnisse</p><p>sollen von Akteuren und Entscheidern in</p><p>der Arbeitswelt vor allem als Anstoß für die Initiierung</p><p>bzw. den Ausbau der gesundheitsförderlichen</p><p>Gestaltung von Arbeit verstanden werden. Darüber</p><p>hinaus stellt eine Berufstätigkeit selbst einen wichtigen</p><p>präventiven Faktor für die psychische Gesundheit</p><p>dar. Zahlreiche Fachgesellschaften sowie Patientenorganisationen,</p><p>wie die Stiftung Deutsche</p><p>Depressionshilfe, unterstützen die Aussage, dass</p><p>Arbeit z.B. als Schutzfaktor bei Depressionen im Sinne</p><p>einer Tagesstrukturierung sowie eines sozialen</p><p>und kollegialen Zusammenhalts positiv wirksam</p><p>sein kann. Dafür ist allerdings eine gesundheitsförderliche</p><p>Unternehmenskultur notwendig. Ein erster</p><p>Schritt hierzu kann das Benennen psychischer Belastungen </p><p>bei der Arbeit aus Mitarbeitersicht sein.</p><p><br></p>
Page Count:
479
Publication Date:
2019-01-01
ISBN-10:
3954664704
ISBN-13:
9783954664702
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