
Dieses historische Buch kann zahlreiche Tippfehler und fehlende Textpassagen aufweisen. Käufer können in der Regel eine kostenlose eingescannte Kopie des originalen Buches vom Verleger herunterladen (ohne Tippfehler). Ohne Indizes. Nicht dargestellt. 1880 edition. Auszug: ...taktstrichähnliche Linien bezeichnet. Das System zeigt oft vier, oft fünf Linien; als Schlüssel wird C und F vorgesetzt, letzteres mit den bei unserem.F-Schlüssel charakteristischen zwei Punkten. Wo das b rotundum zu gelten hat, wird es ausdrücklich beigesetzt; soll es seine Geltung durch ein ganzes Stück behaupten, so wird es nach Art einer Vorzeichnung links an den Rand einer jeden Zeile geschrieben. Das Liniensystem wird zuweilen durch rothe Farbe ausgezeichnet. Die Noten sind immer schwarz; die weisse Note war damals noch gar nicht erfunden. Die Rhythmik wird durch die angewendeten dreierlei Notenformen (die Longa, Brevis und Semibrevis im Sinn der Choralnote) angedeutet, aber auch nur angedeutet; der eigentliche taktische und rhythmische Gesang der Melodie muss nebstdem auch theils nach den Redeabsätzen des Textes, theils nach der natürlichen Redebetonung, theils nach dem melodischen Sinn und Zusammenhang der Noten selbst errathen werden. Der Sänger musste das nöthige Feingefühl haben, um aus den Andeutungen der Notirung den rechten Sinn der Melodie, wie es der Componist gemeint, herauszufinden und die in den Noten aufgelöste fluctuii ende Melodie musste erst wieder in der Ausführung durch den Sänger zu festen regelmässigen Krystallen zusamnienschiessen. Die Person des ausführenden Sängers trat dabei sehr bedeutungsvoll in den Vordergrund, er musste die Sache aus seinem Innern heraus neu schaffen. Musikalische Bildung war allgemein, sie war ein wesentliches Stück einer guten Erziehung. Jacob Falke in seinem Buche „Die ritterliche Gesellschaft im Zeitalter des Frauencultus" sagt:...
Page Count:
208
Publication Date:
2013-01-29
ISBN-10:
1236442172
ISBN-13:
9781236442178
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