
Wer bohrt, kommt weiter. So lautet sein Motto. Während mehr als vier Jahren war Martin Herrenknecht ab 1971 Leiter des maschinentechnischen Dienstes beim Bau des Seelisberg-Tunnels (9.3km Teil der A2 zwischen den Kantonen Nidwalden und Uri). Hier hatte er sich im Zusammenhang mit Tunnelbohrmaschinen und auf dem Gebiet der Hydraulik ein enormes Know-how angeeignet. Überzeugt vom Potenzial der maschinellen Vortriebstechnik war der Schritt in die Selbstständigkeit fast logisch. 1975 mit der Eröffnung eines Ingenieurbüros beginnend, hat der Tunnelbauer einen Konzern aufgebaut, der mit etwa 5000 Mitarbeitern an weltweit rund 70 Standorten bis zu 1,14 Milliarden Euro umsetzt. Zu den Höhepunkten der Laufbahn zählt denn auch die Durchörterung des Gotthardmassivs. Zweimal blieb eine Maschine stecken. Herrenknecht liess alles liegen und fuhr an den Ort des Widerstands. Er besprach sich mit der Bauherrschaft, mit Ingenieurinnen, Monteuren, Mineuren. Gemeinsam fand man Lösungen, um die Maschinen, wenn auch erst nach Wochen und Monaten, zu befreien. 2011, nach acht Jahren Vortriebszeit, war es dann so weit: Die Vortriebsmaschinen hatten 85 km der Gotthard-Hauptröhren ausgebrochen. Heute ist die Herrenknecht AG im badischen Schwanau-Allmannsweier nicht nur die weltweit führende Anbieterin für Vortriebstechnik. Sie ist auch das einzige Unternehmen dieser Branche, das sich noch vollständig in Familienbesitz befindet.
Page Count:
448
Publication Date:
2023-01-01
ISBN-10:
3421070199
ISBN-13:
9783421070197
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