
Der amerikanische Historiker geht neben den politischen Aspekten des Wiener Kongresses vor allem auf die Bedeutung der gesellschaftlichen Ereignisse und die Rolle der Protagonisten ein. Er stützt sich dabei neben Akten und amtlichen Dokumenten auf Quellen wie Tagebücher und Briefe. Rezension: Nach der jüngst angezeigten Monografie des französischen Historikers Thierry Lentz ("1815", 2014) ist dieses Buch des amerikanischen Historikers (zuletzt von ihm "Der Serienmörder von Paris", 2013), das bereits 2008 in Englisch erschienen ist, die 2. Neuerscheinung, die den Wiener Kongress aus nichtdeutscher Sicht darstellt. Auch King unterstreicht die friedensichernde Rolle dieses wichtigsten Kongresses des 19. Jahrhunderts und greift dabei neben Akten und amtlichen Dokumenten verstärkt auf Quellen wie Tagebücher und Briefe zurück. Er geht besonders auf die glanzvollen gesellschaftlichen Ereignisse ein, die sozialen Hintergründe, die politischen Intrigen, die Spionagetätigkeiten und auf die Bedeutung der - diskret formuliert - zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten zu Damen der Gesellschaft und weniger berühmten Frauen. Ungeachtet der reisserischen Kapitelüberschriften und des angenehm zu lesenden narrativen Stils handelt es sich um ein solides wissenschaftliches Werk, das mit 100 Seiten "Anmerkungen und Quellen" gut dokumentiert ist. (3)
Page Count:
511
Publication Date:
2014-01-01
ISBN-10:
349205675X
ISBN-13:
9783492056755
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