
Bei Familie Manz gibt es Heiligabend weder Gans noch Karpfen, sondern Milchhähnchen. Und mit dem Duft des Weihnachtsessens kommen die Erinnerungen zurück - an den heißen Sommer 1961, den der sechzehnjährige Manz im mecklenburgischen Klein-Glevitz verbrachte, um bei der Freiwilligen Feuerwehr auszuhelfen. Alles ist wieder da: Onkel Jochen, der ihn auf der Fahrt von Berlin nach Klein-Glevitz in seinem nagelneuen Cabrio über Politik belehrte und mit Kondomen versorgte, die siebzehnjährige Maja auf ihrer roten Jawa, der Brand auf dem Pannwitz'schen Hof, bei dem ein Ehepaar ums Leben kam und der so etwas wie Manz' allererster Fall gewesen ist. Dass am Ende jenes Sommers die Berliner Mauer gebaut wurde, rückt nachträglich alles in ein anderes Licht. Auch jahrzehntelang verdrängte Familienkonflikte kommen in diesen Weihnachtstagen wieder an die Oberfläche, und Manz' Enkel Matti verlangt von seinem Großvater Erklärungen. "Wie die vorhergehenden Romane spielt auch dieser dritte Band auf zwei Zeitebenen, durch Präsens und Präteritum voneinander unterschieden. Matthias Wittekindt versteht sich auf eine subtile Form auktorialen Erzählens, die den alten Manz und sein erinnertes jüngeres Selbst plastisch werden lässt, ohne dass die Handlung an Komplexität verliert. Das ist erlebte Geschichte par excellence“ (culturmag.de). Platz 1 der Krimibestenliste Dezember 2022.
Page Count:
216
Publication Date:
2022-01-01
ISBN-10:
3311125649
ISBN-13:
9783311125648
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