
In der Volksrepublik China starben 1958-1962 beim "Grosse Sprung nach vorn" etwa 45 Millionen Menschen. Dikötter wurde von der Kritik für die hier vorgelegte fundierte wissenschaftliche Analyse dieser Katastrophe hochgelobt. Das auch für Nicht-Historiker gut lesbare Buch gilt als Standardwerk. Rezension: In der Volksrepublik China starben 1958-1962 etwa 45 Millionen Menschen - die meisten von ihnen verhungerten. Diese menschliche Katastrophe geht auf eine von Mao Zedong auch gegen den Widerstand in der Kommunistischen Partei durchgesetzte Kampagne zurück. Dieser "Grosse Sprung nach vorn" umfasste Zwangskollektivierungen und die Schaffung von Volkskommunen. Er war insgesamt ein Versuch, in kürzester Zeit einen enormen Entwicklungsschub zu erreichen. Bis heute haben sich nur wenige intensiv mit diesen Ereignissen beschäftigt (siehe zuletzt: F. Wemheuer: "Der grosse Hunger", 2013; aus chinesischer Perspektive: Yang Jisheng: "Grabstein - Mùbei", 2012). Dikötter, Professor an der Universität Hongkong, wurde von der Kritik für die hier vorgelegte fundierte wissenschaftliche Analyse hochgelobt und mit dem Samuel-Johnson-Preis der BBC ausgezeichnet. Das auch für Nicht-Historiker gut lesbare Buch gilt als Standardwerk. Aussergewöhnlich ist die Auswertung bisher unbekannten Quellenmaterials und die Verknüpfung einer anschaulichen, teilweise drastischen Darstellung mit kluger historischer Analyse. (2)
Page Count:
526
Publication Date:
2014-01-01
ISBN-10:
3608948449
ISBN-13:
9783608948448
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