
Die Studie analysiert die Praxis des Notarberufs in der NS-Zeit in einer zweifachen, sich erganzenden Annaherung aus zeitgeschichtlicher und rechtshistorischer Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Platz der Notare in der von den Nationalsozialisten propagierten "Volksgemeinschaft". Die beiden Verfasser arbeiten heraus, mit welchen Erwartungen Notare vonseiten des NS-Regimes konfrontiert waren. Anhand von statistischen Erhebungen, der Analyse von Personalakten und der Urkundenuberlieferung zeigen sie, wie die Notare auf diesen Erwartungsdruck reagierten und wie sie den ihnen verbliebenen Handlungsspielraum bei der Ausubung ihres Berufes nutzten. Vor diesem Hintergrund wird insbesondere die Rolle der Notare in den "Arisierungsverfahren" beleuchtet, in denen judische Unternehmer und Privatleute um ihr Eigentum gebracht wurden. Die Untersuchung erfolgt am Beispiel der westfalischen Landgerichtsbezirke Dortmund, Hagen und Munster-Land.
Page Count:
501
Publication Date:
2017-01-01
ISBN-10:
3848742128
ISBN-13:
9783848742127
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