
This historic book may have numerous typos and missing text. Purchasers can usually download a free scanned copy of the original book (without typos) from the publisher. Not indexed. Не показан. 1893 edition. Выдержка:...hoff für seine Kimbernhypothese keinen durchschlagenden Beweis erbracht hat. Wären wirklich, wie jener annimmt, die Kimbern kein in sich geschlossenes Volk gewesen, wären sie zusammen mit den Teutonen im Keltenlande erschienen und hätten sie dort erst ihren Namen bekommen, so würde es unerklärlich sein, wie es gekommen wäre, dass sie anders als die Teutonen benannt und nicht mit ihnen unter denselben Namen zusammengefaßt worden wären. Dass sich beide Völkerscharen auf der Wanderung augenfällig unterschieden, ist leicht gesagt, aber schwer zu beweisen. Nach Körperbeschaffenheit, Lebensweise und Einrichtungen nicht: wenigstens deutet kein alter Schriftsteller das an. Ob in der Sprache? Müllenhoff selbst weist einmal darauf hin, dass die dialektischen Verschiedenheiten innerhalb des Germanischen 'um den Anfang unserer Zeitrechnung und in den ersten ihm folgenden Jahrhunderten gewiss so gering' waren, 'dass nicht nur die Westgermanen sich unter einander ohne Mühe verständigten, sondern auch mit den Ostgermancn und umgekehrt. Nie ist auch von einer Mehrheit germanischer Sprachen bei den Römern die Rede und noch im sechsten Jahrhundert sagt I'rokop, dass alle östlichen Völker, die Vaudalen, Gepiden, Goten, dieselbe Sprache redeten'4"). Und wäre eine solche Verschiedenheit wirklich vorhanden gewesen, wie hätte sie den Kelten zum Bewusstsein kommen können, da doch selbst das klassische Alterthum in der Sprachvergleichung und in Folgerungen Uber Zusammengehörigkeit von Völkern auf Grund ihrer Sprache auf niedrigster Stufe stand? Ein leuchtendes Beispiel, das nicht ferne liegt, giebt Taeitus Germ. 45, wo er die Sprache...
Page Count:
467
Publication Date:
2008-12-31
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