
Das Christentum kannte ursprunglich weder Amter noch Verfassung. Beides musste erst allmahlich entwickelt werden. Seit dem ausgehenden 2. Jahrhundert stand der jungen Glaubensgemeinschaft jeweils ein Bischof vor. Die Frage, wie das Amt und die Gemeinde zu reprasentieren seien, beantwortete lange Zeit jeder Amtsinhaber fur sich. Erstmals wird nun in einer wissenschaftlichen Studie dem Ursprung und komplexen Entwicklungsprozess bischoflicher Reprasentation anhand archaologischer und schriftlicher Zeugnisse nachgespurt. Peter Kritzinger zeigt, dass konkrete Vorstellungen, wie der Episkopat aufzutreten habe, zunachst nicht existierten und sich nur langsam formten. Nachdem die Notwendigkeit normierter Reprasentationsformen erkannt worden war, begann ein zahes Ringen um die Zeichen und Symbole, Medien und Kontexte. Zwar vermochten sich nicht alle Bemuhungen und Ideen durchzusetzen, doch analog zum Erfolg des Christentums konnte auch die bischofliche Reprasentation in den offentlichen Raum ausgreifen, bis sie diesen schliesslich dominierte.
Page Count:
339
Publication Date:
2016-01-01
Publisher:
Franz Steiner Verlag
ISBN-10:
3515114998
ISBN-13:
9783515114998
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