
Erschutternde und bewegende Zeugnisse uber die Lebensumstande der sogenannten Verdingkinder in der guten alten Zeit, die gar nicht so weit zuruckliegt. Die Vergangenheit kannte viele Bezeichnungen fur Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern oder einem leiblichen Elternteil aufwachsen konnten. Sie waren Waisenkinder, Findelkinder, Scheidungskinder, sie wurden aus Armutsgrunden in fremde Hande gegeben, oder weil beide Eltern ihr tagliches Brot in der Fabrik erarbeiten mussten. Die vielen Begriffe widerspiegeln die bewegte Geschichte solcher Kinderschicksale. Vielen dieser Kinder war aber gemeinsam, dass sich niemand um sie kummerte. Mit Fokus auf dem spaten 19. und dem 20. Jahrhundert zeichnet Mirjam Hasler anhand von zeitgenossischen Texten und Gesetzen, Berichten, Recherchen in der Fachliteratur sowie Akten aus dem Basler Staatsarchiv die Lebensumstande von Waisen-, Kost- und Pflegekindern im Verlaufe ihrer historischen Entwicklung nach: Wer waren die Mutter und Familien, die ihre Kinder an fremde Familien verkostgeldeten? Aus welchen Grunden plazierten Eltern ihre Kinder an einem fremden Ort? Wer waren die Frauen und Familien, welche Kinder anderer Leute bei sich aufnahmen? Unter welchen Umstanden lebten diese Kinder und welcher rechtliche Schutz kam ihnen zu? Dieses Buch gibt Einblick in ein von der historischen Forschung lange vernachlassigtes Thema.
Page Count:
206
Publication Date:
2008-01-01
Publisher:
Schwabe
ISBN-10:
3796524389
ISBN-13:
9783796524387
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