
Boris de Schloezer zahlt zu den bislang wenig bekannten Intellektuellen der ersten russischen Emigration in Frankreich wahrend der Zwischenkriegsjahre. Enger Vertrauter Aleksandr Skrjabins und Lev Sestovs, daruber hinaus russischen und franzosischen intellektuellen Kreisen seiner Zeit verbunden, bietet Schloezer vor dem Hintergrund seines in verschiedene Disziplinen ausgreifenden Schaffens einen Zugang zur Praxis des kulturellen Dialogs zwischen Franzosen und Russen. Sein musik- und literaturkritisches, publizistisches, ubersetzerisches, kunsttheoretisches und literarisches Werk dokumentiert, dass die schwierige Situation des Emigranten im Wesentlichen als Vermittlungsposition erlebt und nutzt, indem er im vielschichtigen Prozess seiner Tatigkeiten Elemente des russischen kulturellen Erbes in den franzosischen Kontext vermittelt und dort innerhalb der aktuellen Debatten der Zeit ansiedelt. Die Untersuchung, die Schloezers Ubergang aus dem russischen in den franzosischen Wirkungskreis schrittweise nachvollzieht, ist ein facettenreicher Beitrag zur Erforschung der russischen Emigration in Frankreich. Eine Werkbibliographie im Anhang stellt Schloezers in russischen und franzosischen Zeitschriften publizierte Beitrage zusammen.
Page Count:
395
Publication Date:
2003-05-03
Publisher:
Vandenhoeck & Ruprecht Gmbh & Co
ISBN-10:
3412133027
ISBN-13:
9783412133023
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