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Open-Access-Transformationspaket 2026 Ein zentrales Thema der meisten höfischen Romane sind die sozialen Statuswechsel ihrer Hauptfiguren, insbesondere: Ritter- bzw. Herrscherwerdung und Eheschließung. In der historischen Realität wurden solche Statuswechsel durch Übergangsrituale organisiert (Schwertleite, Krönung, Eheschließung). Dies schlägt sich, so die These der Studie, im literarischen Erzählen von Statuswechseln nieder. Anhand bekannter Artusromane (der Erec- und Iwein-Romane Chrétiens de Troyes und Hartmanns von Aue, des Parzival Wolframs von Eschenbach und des Prosalancelot), aber auch des Tristanromans untersucht die Studie nicht nur, wie die konkreten Initiationsrituale literarisch dargestellt, reflektiert und problematisiert werden, sondern inwiefern die Romane durch rituelle Erzähllogiken geprägt sind, die ihnen erst ihre narrative Plausibilität verleihen. Damit leistet die Studie einen ritualtheoretisch konturierten Beitrag zur historischen Narratologie und bietet aus dieser Perspektive neue Lösungsansätze für altbekannte Interpretationsprobleme in der Forschungsdiskussion zu den höfischen Romanen.
Page Count:
0
Publication Date:
2026-01-01
Publisher:
De Gruyter
ISBN-10:
3112242637
ISBN-13:
9783112242636
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