
Dieses Bautagebuch dokumentiert den gesamten Baubablauf inklusive aller Schäden und Mängel. Es ist ein wichtiges Beweismittel. Erstellt wird es durch den Bauleiter oder Bauherrn. Der Begriff Bautagebuch mag sich romantisch verklärt oder nach einer Küraufgabe anhören, ist aber das genaue Gegenteil: Das Führen eines klassischen Bautagebuches zählt zu den so genannten HOAI-Grundleistungen eines Bauleiters in der Leistungsphase 8, also der Bauüberwachung. Die HOAI ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, auf deren Grundlage der Architekt für den Bauherrn tätig wird. Das Bautagebuch sollte täglich, mindestens aber bei jedem Baustellenbesuch, geführt werden und den Fortschritt auf der Baustelle dokumentieren. Sehr wichtig ist auch, dass dieses Bautagebuch als Beweismittel, das vor Gericht Bestand hat, verstanden werden kann. Wenn also z.B. der Bauleiter ohnehin Tagebuch führt, warum sollte sich der Bauherr sep. nochmals mit solchen Nachweisen eindecken? Ganz einfach: Doppelt hält besser und schützt vor Manipulationen und inhaltlichen Lücken. Selbst nochmals alles ablaufen und unabhängig nachkontrollieren, sowie sich dafür gegenzeichnen lassen, sollte die tägliche Pflichtübung eines jeden Bauherren sein. Schließlich dauert die Sichtung der Fortschritte/Mängel/usw. und Befragung der Arbeiter kurz vor Feierabend in aller Regel nicht sehr lange. Und wer gerade Hunderttausende für ein Haus hinblättert, sollte nun gerade diesen relativ kleinen Kostenposten nicht scheuen. Dafür sind diese klassischen Tagebücher bestens geeignet, weil sie auch von den Profis verwendet werden können.
Page Count:
108
Publication Date:
2019-03-16
Publisher:
Independently Published
ISBN-10:
1798013304
ISBN-13:
9781798013304
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